Dank ihrer einzigartigen Vergangenheit ist die Stadt verwöhnt mit Sehenswürdigkeiten, wie der Hagia Sophia...
und unzähligen Moscheen, hier der Innenhof der berühmten blauen Moschee:
So ist es nicht verwunderlich, daß die Stadt am Bosphorus, der Meerenge, die Mittelmeer und Schwarzes Meer verbindet und die Grenze zwischen Asien und Europa demarkiert, von vielen Touristen heimgesucht wird, deren liebstes Einfallstor das Kreuzfahrtschiff ist:
Bis zu 6 Kreuzfahrtschiffe ankern täglich in Istanbul. Rechnet man 2.000 Passagiere pro Schiff, die alle eine Tagestour unternehmen und per Reisebus zu den Hauptsehenswürdigkeiten verfrachtet werden, kommt man bei 50 Touristen pro Bus auf mehr als 200 Reisebusse, die sich täglich auf dem Weg zu mehreren Stationen durch die Gäßchen von Istanbuls Altstadt quälen müssen. Eine logistische Meisterleistung!
Die Reisegrüppchen laufen in die Sehenswürdigkeiten ein wie die Nationalmannschaften bei der Eröffnung der olympischen Spiele. Die nicht-organisierten Benutzer werden dagegen, wie vielerorts, von mit offiziell aussehenden Ausweisen behängten privaten, selten kompetenten Führern belagert. Eine Halbtürkin verpaßte einem dieser Führer eine herbe Abfuhr mit: "I explain the Hagia Sophia to my mother, you teach her Turkish!". Eine schwere Kränkung, die der türkische Macho nicht verkraftet.
Abseits der Hauptsehenswürdigkeiten, wie hier in der uralten Sergius-und-Bacchus-Kirche, erbaut von 526 bis 537, ist nur wenig los: