Thailands Essen ist das beste der Welt. Bangkoks Straßen sind gesäumt mit kleinen fahrbaren Küchen, die auf dem Bürgersteig unzählige verschiedene Snacks aus frischsten Zutaten kochen und brutzeln. Es ist nicht selten, daß die Zutaten noch leben, und im letzten Moment die Flucht ergreifen. Sie fallen dann einer Straßenkatze zu Opfer.

Natürlich gibt es auch zahllose wunderbare Restaurants. Unten mein erstes Abendessen, gegrillte Minikrebse (ganz, sehr knusprig) in Papaya-Salat. Die Spezialität des Restaurants sind Snakeheads in Curry.

Nächsten Mittag eine Fishballs-Nudelsuppe. Fishballs sind eine Art Knödel aus Butterfisch.

Gestern wurde ich von der Marketing-Abteilung eines mit meinem konkurrierenden Hotels eingeladen, ihr Buffet zu probieren.

Rechts die Chefin Jariya. Das Mädchen hinten links saß neben mir, ihren Namen habe ich leider nicht behalten. Sie begrüßte mich mit der Bemerkung, daß sie ihre Chefin liebe, weil sie aussähe wie ihre Mutter, Jariya sie aber hasse, weil sie die Schönste im Office wäre. Ihre Chefin kontert, sie hätte Segelohren (stimmt), und wenn es richtig heiß wäre, würde sie ihnen damit Luft zu wedeln, so daß sie keinen Ventilator bräuchten. So tratschen sie den ganzen Abend weiter, und nach dem Essen setzt sich das Mädel für ein paar Minuten auf den Schoß der Chefin, und schlingt ihre Arme um deren Hals. Die Chefin sagt, sie hätte ihr das verboten, aber sie würde nicht davon lassen. Tom, ganz links, ist angeblich ihr Boyfriend, was sie aber bestreitet. Er stellt fest, daß er und ich beide Namensvettern unter Comic-Katzen haben, wobei er "Tom und Jerry" haßt, weil Tom immer den Kürzeren zieht.
Trotz ihrer offensichtlichen Übermüdung nach 15 Stunden Arbeit und meinen verzweifelten Versuchen sie davon abzubringen, besteht Jariya darauf, mich zurückzufahren. Tatsächlich schläft sie im Verkehrsstau am Steuer ein, und ich muß sie aufwecken.