Asien im Frühling

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Buddhisten und Daoisten

Im Jahr 520 traf der streitbare Begründer des Zen-Buddhismus, Bodhidharma, aus Indien ein und ließ sich in Kanton nieder, um seine Lehre in China zu verbreiten.

Bodhidharma

Es wird vermutet, daß er indische Kampfkünste nach China brachte, aus denen das Kungfu entstand. Die indischen Kampfkünste ihrerseits hatten Wurzeln im altgriechischen, olympischen Kickboxen Pankration, welches Alexander der Große seinen indischen Söldnern beibrachte. Abbildungen auf alten griechischen Vasen zeigen eine große Ähnlichkeit zum Kungfu, das später auch nach Japan gelangte und dort die Grundlage des Karate bildete.

Hier leben die buddhistischen Möche heute im "Tempel der sechs Banyanbäume" (liurong si):

Cantontempledetail2

Buddhismus und Daoismus koexistierten in China und kopierten sich im Wettbewerb um die Gunst des Volkes und der Würdenträger gegenseitig in den Ritualen und der Tempelausschmückung. Die Kampfkunst der buddhistischen Mönche wurde von daoistischen München mit ihrer alten Heilgymnastik Qigong zu dem heute populären Taiji fusioniert.

Eine daoistische Zeremonie im "Tempel der drei Reinheiten" (sanyuan gong), der schon einige Jahrhunderte in Kanton stand, als Bodhidharma eintraf:

Verfasst von Frank Felix Debatin am 11.04.07 um 17:04 in China, Guangzhou, Kanton, Tradition | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Archäologie

Guangzhou, die Hauptstadt der südchinesischen Provinz Guangdong (so die heutigen Schreibweisen in der Mandarin-Umschrift pinyin, das zh wird als leicht stimmhaftes "dsch" gesprochen), im Westen bekannt als Kanton und Heimat der Kantonesen, ist das jahrtausende alte Tor Chinas zum Westen. Es liegt an der Mündung des Perlflusses, gleich in der Nähe von Macau (rechts des Perlflussdeltas) und Hongkong (links). Mit Schiffen wie diesem wurde bereits vor zweitausend Jahren ein reger Handel mit Indien und Persien betrieben.

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Selbst Kaufleute aus dem alten Rom besuchten den hiesigen Markt. Diese zwei Händler kamen aus dem heutigen Tadschikistan in Zentralasien nach Kanton:

Cantonsodgian

Nach dem raschen Zusammenbruch der Dynastie des ersten Kaisers von China Qin Shi Huangdi war Kanton die reiche Hauptstadt des unabhängigen Kaiserreichs von Nanyue. In der Blumenpagode, die seit dem 3. Jahrhundert über Kanton aufragt, finden sich Souvenirs, die der Onkel des ersten Kaisers von Nanyue von einer Pilgerreise nach Indien mitgebracht hatte.

Cantontower

Das reich geschmückte Grab des zweiten Kaisers von Nanyue wurde in den 80er Jahren entdeckt. Er wurde in einer Rüstung aus Jade beigesetzt. Die unzähligen Jadescheiben wurden mit roter Seide verbunden.

Cantonemperor

Es ist kaum vorstellbar, mit welcher Mühe die Archäologen die abertausend Einzelteile, die im Grab gefunden wurden, zusammengesetzt haben. Seit den 90er Jahren laufen die Ausgrabungen der Palastanlagen Kantons, mitten in der Stadt. Auch hier wurden bereits Unmengen von Scherben archiviert, die ihrer Zusammensetzung harren.

Cantonscherben

Verfasst von Frank Felix Debatin am 11.04.07 um 15:54 in China, Geschichte, Guangzhou, Kanton | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Feuerlöscher einst und heute

Seit mehr als 2000 Jahren ist Kanton das Tor Chinas zum Ausland. Neuerungen aus dem Westen werden hier erprobt, wie zum Beispiel der erste Feuerlöscher Chinas (1919), nach deutschem Modell.

Feuerloescher0

Ein Laden für moderne Feuerlöscher in Jinghong (Yunnan). In den heutigen ländlichen Kleinstädten Chinas reiht sich Garage an Garage, und jede Garage beherbergt eine Garküche, eine Werkstatt oder einen Laden.

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Verfasst von Frank Felix Debatin am 10.04.07 um 18:10 in China, Guangzhou, Kanton, Xishuangbanna, Yunnan | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Hochzeit auf Kantonesisch

Hochzeiten in China verbinden alte chinesische Tradition mit westlichen Bräuchen. Die geschmückte Wagenkolonne fährt die Hochzeitsgesellschaft zum feierlichen Bankett:

Hochzeit1

Jeder Gast wird dort vom Brautpaar begrüßt und überreicht ein Geschenk, meistens ein kleiner roter Umschlag mit Geld. Dann heißt es Essen und Feiern. Außerdem müssen natürlich Fotos gemacht werden.

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Auch wenn es so aussieht: der Bräutigam wurde nicht angekettet.

Verfasst von Frank Felix Debatin am 09.04.07 um 13:25 in China, Guangzhou, Kanton, Menschen, Tradition | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Stadtumbau

Das letzte Haus des ehemaligen Muslimviertels in Kunming wird abgerissen.

Ein Blick über das große Gelände ...

... wo ununterbrochen gebaggert und gebuddelt wird, auch nachts, ohne Beleuchtung, im Dunkeln. So soll es künftig hier aussehen:

Kunmingnew1_2

Verfasst von Frank Felix Debatin am 09.04.07 um 13:13 in China, Kunming, Straßen, Videos, Yunnan | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Xishuangbanna in bewegten Bildern

Hier noch ein paar Videos (in gewohnt miserabler Qualität) als Nachtrag zu den Einträgen über Xishuangbanna.

Chinesen lernen den Bambus-Stampf-Tanz der Hani-Minderheit...

... und singen mit Mädchen des Stamms, der noch vor zwei Generationen in den Bäumen lebte.

Eine Tanz-Aufführung des gleichen Stammes (Authentizität ist nicht belegt).

Aus dem tropischen botanischen Garten von Menglun: der Versuch, das "Tanzende Gras" zum Tanzen zum bringen:

Es bewegt sich tatsächlich, was man auf diesen Bildern aber nicht erkennen kann.

Verfasst von Frank Felix Debatin am 08.04.07 um 03:35 in China, Minderheiten, Videos, Xishuangbanna, Yunnan | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Botanik

Abgelegen in den Bergen und Regenwäldern von Xishuangbanna, nahe der burmesischen und laotischen Grenze, liegt ein abgeschiedener, 860 Hektar großer botanischer Garten, der 1959 von einem berühmten chinesischen Botanikprofessor gegründet wurde. Hier sollen 500 verschiedene Arten von Mangobäumen wachsen und 200 verschiedene Ingwersorten.

Botanic1

Der Professor hat im hiesigen Dschungel den seit 1500 Jahren in China als ausgestorben geltenden Drachenblutbaum entdeckt und kultiviert. Er ist mit dem Kautschukbaum verwandt, und ritzt man ihn an, tritt ein rote Flüssigkeit heraus, die zu medizinischen Zwecken verwendet wird:

Botanic2

Viele spektakuläre Pflanzen gibt es in dem Garten zu sehen. Eine Blume, die je nach Tageszeit ihre Farbe wechselt, eine Frucht, die ihren Geschmack ändern kann (von süß nach sauer und zurück), das "Tanzende Gras", das sich bewegt, wenn man ihm vorsingt, und viele Merkwürdigkeiten mehr.

Diese ca. 20cm lange Blüte erinnert an einen bunten Magen:

Botanicbrain_2

Sie faltet sich irgendwann auf, und sieht dann aus wie ein zum Trocknen aufgehängter Waschlappen.

Die folgende Palme hat ganz unterschiedliche männliche und weibliche Exemplare. Das linke ist tatsächlich das Männchen, und das lange dünne das Weibchen.

Botanicpalme

Verfasst von Frank Felix Debatin am 07.04.07 um 05:20 in China, Natur, Parks, Xishuangbanna, Yunnan | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Xishuangbanna

In den Bergen an der Grenze zu Burma (Myanmar), im südwestlichsten Zipfel Chinas, liegt das verschlafene Xishuangbanna. In China als Reisegebiet wegen des tropischen Regenwalds und der vielen bunten ethnischen Gruppen ("Minderheiten") etabliert, verirren sich nur wenige Ausländer hierhin.

Bannaguest

Und, man muß sagen, durchaus zu Recht! In China ist Tourismus ein lärmendes und krachendes Spektakel. Die Minderheiten werden in einem für beide Seiten unwürdigen Ethno- und Kostümzirkus vorgeführt. Sogenannte traditionelle Tänze werden mit Megaphon und Vivaldi auf dem Synthesizer begleitet. Da reißt dem westlichen Besucher zwangsläufig früher oder später der Geduldsfaden.

Hat man sich wieder beruhigt, gibt es doch einiges zu entdecken. Die größte ethnische Gruppe - quasi die Minderheiten-Mehrheit - sind die Dai, die in dieser Gegend seit mehr als 2000 Jahren siedeln. Sie sind die verbliebenen Vorfahren der nach Süden abgewanderten Thai, denen sie durchaus ähnlich sehen.

Bannaboy

Sowohl Sprache und Schrift der Dai sind mit dem Thailändischen verwandt. Die Dai sind Buddhisten und bauen typische Holzhäuser auf Stelzen:

Bannahouse

Das Haus wird von der Mutter auf die Tochter vererbt. Möchte diese einen jungen Mann heiraten, muß er drei Jahre zur Probe im Haus der zukünftigen Schwiegereltern arbeiten, unter anderem ein Jahr Kautschuk sammeln.

Botanickautschuk1

Nach bestandener Probe und Heirat arbeitet er angeblich nicht mehr, und ist nur noch Hausmann. Diese Männer arbeiten durchaus und bauen ein Boot (um auf dem Mekong, der durch diese Gegend fließt, zu fischen).

Bannaboat

Zum Mittagessen empfiehlt es sich, am Straßenrand erfrischende tropische Früchte zu kaufen. Es ist gerade Ananas-Saison.

Bannaobst

Die Ananas kostet 2 Yuan (=20 Cents), eine Wassermelone 5 Yuan (=50 Cents). Auch sehr lecker: Mango, Papaya, Tamarinde.

Andere ethnische Gruppen haben bis in die jüngste Zeit unberührt von der Zivilisation als Jäger und Sammler gelebt, und wurden in ihren Baumhäusern erst in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckt.

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Diese hier haben als Gruppe noch keinen Namen bekommen (angeblich, weil sie mit nur 1000 Mitgliedern zu wenige sind). Sie sind noch viel kleiner als die Chinesen und etwas pummelig. Ich bin für sie ähnlich exotisch wie sie für mich. Die Mädchen befühlen interessiert meine Armbehaarung und zwicken mich in das eine oder andere Körperteil. Ihre Bemalung ist natürlich nur Show.

Bannaethno2

Verfasst von Frank Felix Debatin am 06.04.07 um 08:24 in China, Minderheiten, Xishuangbanna, Yunnan | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Musik und Tanz

Ich besuche sehr gerne die traditionellen Musik- und Tanzaufführungen, auch wenn sie speziell für Touristen inszeniert werden. Im folgenden ein paar Kostproben - leider mit horrender Bild- und Tonqualität!

Eine Aufführung in einem Tempel in Hanoi:

In die folgende Darbietung eines Animal Dance in einem Café in Hoian haben sich nur eine handvoll Zuschauer verirrt.

Mein Favorit, ein sehr schönes Duett, am gleichen Ort:

Zum Abschluß noch ein Volkstanz, aufgenommen in Siem Reap in Kambodscha.

Verfasst von Frank Felix Debatin am 03.04.07 um 07:30 in Kambodscha, Tradition, Videos, Vietnam | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Viet und Khmer

Mit Việt und Khmer werden sowohl die Einwohner Vietnams und Kambodschas bezeichnet (beziehungsweise deren dominanten ethnischen Gruppen) als auch die Sprachen dieser Länder. Die beiden Sprachen sind verwandt und bilden die Hauptvertreter der austroasiatischen Sprachfamilie. Die Vorgänger der Việt und Khmer bewohnten ursprünglich die Gegend des heutigen Südchinas und wurden von der expandierenden chinesischen Kultur weiter nach Süden gedrängt.

Das Vietnamesische ist eine farbenfrohe Silbensprache mit vielen Vokalen, unter anderem den "Umlauten" ư und ơ, die wie das Stöhnen eines genervten Jugendlichen klingen, und bunten Vokalkombinationen (sogenannten Dipthonge und Triphtonge). Darüberhinaus ist das Vietnamesische unter dem chinesischen Einfluß tonal geworden, und Silben können mit jeweils einem von 6 Tönen gesprochen werden, die sich durch Betonung und Melodie unterscheiden.  Einer der Töne klingt so, als würde die jeweilige Silbe von einem eierndem Kassettenrekorder wiedergegeben.

In der französischen Kolonialzeit wurde die auf dem lateinischen Alphabet basierende Schreibweise des Vietnamesischen durchgesetzt, wobei "Umlaute" und Töne durch diakritische Zeichen markiert werden, zum Beispiel: phượng.

In Schreibschrift sieht das sehr schön aus ...

Vietscript1

... oder noch schwungvoller so:

Vietscript2

Das in Kambodscha gesprochene Khmer ist nicht tonal und wird bis heute in einer auf das indische Sanskrit zurückgehenden Schrift geschrieben.

Khmerscript

Verfasst von Frank Felix Debatin am 02.04.07 um 06:57 in Kambodscha, Sprache, Vietnam | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Die Tempelstätten von Angkor

In Angkor bei Siem Reap liegen die größten Tempel der Welt. Sie wurden von den Königen des Khmer-Reichs errichtet. Das im 12. Jahrhundert entstandene Angkor Wat ist 65 Meter hoch. Es wirkt nicht gerade wie eine religiöse Kultstätte, da es klar unter militärischen Gesichtspunkten angelegt wurde.

Angkorwat

Auch innen ist die Ausstrahlung alles andere als besinnlich. Schwimmbäder sind mit Apsara-Reliefs geschmückt:

Angkorapsaras

Die heutigen Nachfolgerinnen der Tänzerinnen:

Siemreapgirls

Der Tempel Ta Prohm wurde von den französischen Archäologen in dem Zustand belassen, in dem er gefunden wurde - von Bäumen überwuchert. Hier wurde der Film "Tomb Raider" gedreht.

Angkortree

Der gewaltigen Bayon-Tempel...

Angkorbayon

...und ein kleiner namenloser Tempel, vor dem friedlich Kühe grasen.

Angkorcows

Verfasst von Frank Felix Debatin am 01.04.07 um 07:30 in Kambodscha, Menschen, Sehenswürdigkeiten | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)

Auf dem Tonlé Sap

Der Tonlé Sap ist ein riesiger See, der Kambodscha beherrscht. In der Trockenzeit bis April mißt er etwa 2.500 Quadratkilometer (=Saarland), und über einen Fluß strömt sein Wasser in den Mekong. In der Regenzeit kehrt sich die Strömungsrichtung des Flusses um, und das Wasser des Mekongs fließt in den Tonlé Sap, der sich dann bis auf 20.000 Quadratkilometer (=Rheinland Pfalz) ausdehnt und drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Kambodschas überdeckt.

Obwohl die Anwohner des Sees ihre Häuser auf Stelzen bauen, müssen sie während der Regenzeit in die Berge umziehen. Ihr Haus nehmen sie dann einfach mit.

Tonlesaphouse

Mit dem Boot auf einem der Zubringerflüsse zum See. Ein Junge befreit das Ruder vom Tang.

Tonlesapboatboy

Das Wasser des Sees ist mit Lehm gesättigt und eines der fischreichsten der Welt.

Tonlesapchannel

Es gibt auch Krokodilfarmen.

Tonlesapcrocos

Statt regelmäßig umzuziehen, kann man gleich ganz auf dem See leben. Hier existieren ganze Städte, die "Floating Villages". Ein Familienboot:

Tonlesapfloatinghouse

Auf dem Wasser gibt es Schulen, Märkte, Polizeistationen, Billardsalons, Souvenirshops, einfache und luxuriöse Restaurants:

Tonlesaprestaurant1

und auch die Wahlpropaganda ist wieder unterwegs.

Tonlesappartyboat

Eine Besuchergruppe wohlhabender älterer Kambodschaner (vermutlich aus dem Ausland) wedelt mit zentimeterdicken Geldscheinbündeln und verteilt voll Freude das Geld an bettelnde Kinder.

Tonlesapchildren

Verfasst von Frank Felix Debatin am 31.03.07 um 05:06 in Kambodscha, Menschen, Natur | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Kambodscha

Nach Bürgerkriegen und dem grausigen Regime der "Roten Khmer" hat Kambodscha, das Land der Khmer, erst seit 14 Jahren Frieden und ist noch immer bitterarm. Überall kann man Opfer von Landminen sehen, denen die Beine amputiert wurden. Heute ist Kambodscha eine politisch keineswegs reif wirkende, konstitutionelle Monarchie. König Norodom Sihamoni arbeitete während seines Exils in Paris als Ballettlehrer und Filmregisseur.

In ein paar Wochen sind Wahlen, und Wahlkampf-Lastwagen mit fahnenschwenkenden Parteigängern lärmen durch die Gassen von Siem Reap. Die Stadt Siem Reap liegt nördlich des riesigen, mysteriösen Tonlé-Sap-Sees, in der Nähe der Tempelstätten von Angkor. Berichte dazu folgen!

Siemreap

Das Mädchen Nao verkauft Reiseführer und Bücher über die Geschichte Kambodschas.

Siemreapnao

Verfasst von Frank Felix Debatin am 30.03.07 um 19:02 in Kambodscha, Menschen, Straßen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Dschunken

Die Bucht von Hạ Long mit ihren unzähligen, markant geformten Kalksteininseln ist Vietnams berühmtestes Touristenziel. Man kennt sie aus James Bond und anderen Filmen. Hier wurde die mongolische Flotte 1288 von den Vietnamesen vernichtet, indem sie mit Stahlspitzen versehene Stangen in den Grund eines seichten Fluß rammten, bei Flut die feindlichen Boote in diesen Fluß lockten und dann die Ebbe abwarteten. Im Vietnamkrieg wurden die Inseln und die darauf befindlichen Höhlen als Lager und Verstecke genutzt.

Heute morgen ist es - wie jeden Tag - diesig und feucht. Der kleine Vergnügungspark an der Uferpromenade ist noch geschlossen. Abends strömen hier chinesische Touristen entlang. Die Dschunken werden startklar gemacht.

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Fahrt durch die Bucht, einsamer Blick vom "Sonnendeck". Ob hier überhaupt jemals die Sonne scheint, bleibt zweifelhaft, denn die Vietnamesen weichen auf Nachfrage nur aus.

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Die Dschunken liegen am nächtlichen Ankerplatz wie fette Wasserwanzen im Gartenteich.

Halongnight

Der Morgen darauf: Gruseln erlaubt.

Halongfog

 

Verfasst von Frank Felix Debatin am 26.03.07 um 04:40 in Natur, Sehenswürdigkeiten, Vietnam | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

Menschen in Hanoi

Die hiesigen Vietnamesen sind vornehm und reserviert. Gegrüßt wird selten.

Die jungen vietnamesischen Männer sind melancholisch und hadern mit ihrem Schicksal. Ich glaube, es gibt viele Ingenieurstudenten, die sich eher zum Künstler berufen fühlen und ihr Studium nur mit Widerwillen betreiben. Ihre Zeit scheinen sie auf dem Moped und im Biergarten zu verbringen, während die Frauen arbeiten (und das gilt auch auf dem Land). Früh übt sich:

Beide Geschlechter sind leicht eingeschnappt. Typisch ist der folgende Dialog: Kellner bringt die Getränkekarte, Gast fragt: "Do you also serve food?" - Kellner murmelt etwas, sagt "No." - Gast hakt nach: "We are looking for something to eat." - Kellner ärgerlich: "YES, I KNOW! I will bring you menu AFTER serving drinks!".

(Das Bild zeigt nicht diesen Kellner, sondern das freundliche Team vom Art Café.)

Frauen sind aufgeschlossener. Die skeptische Dame links ist 12, die beiden aufgeweckten Gören sind 7 und können sich mit mir gut auf Englisch verständigen.

Verfasst von Frank Felix Debatin am 25.03.07 um 18:04 in Hanoi, Menschen, Vietnam | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)

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