Forscher der Universität Münster haben Markentreue und Kundenbindung mit Mitteln der Neurologie analysiert. 22 Kunden aus der Kundenkartendatei eines Textileinzelhändlers haben bei dem Experiment mitgewirkt. Ihnen wurden Bilder von Kleidungsstücken vorgelegt, und sie mußten einen Händler auswählen, bei dem sie das Kleidungsstück am liebsten kaufen würden. Die Auswertung erfolgte mit einem Ganzkörper-Kernspintomographen.
Die Forscher fassen Ihre Resultate wie folgt zusammen:
Unsere Ergebnisse zeigen, dass bei treuen Kunden Emotionen in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. [...] Darüber hinaus fungiert die Betriebstypenmarke für treue Kunden offensichtlich als verhaltensrelevantes, belohnendes Signal während des Entscheidungsprozesses. Markentreue ist damit scheinbar mit einer belohnenden Wirkung der Marke im Gehirn verbunden. Bei untreuen Kunden konnten die entsprechenden Aktivierungsmuster hingegen nicht festgestellt werden. [...] Schließlich konnten wir zeigen, dass Aktivierungsunterschiede im ventralen Stiratum eine Vorhersage darüber erlauben, ob ein Kunde (marken)treu sein wird oder nicht. Diesem Areal scheint daher eine besondere Bedeutung beim Aufbau einer erfolgreichen Kundenbindung zu zukommen.
(Quelle: Focus Wissensforum, via PR Blogger)
Die Erkenntnis, daß Kundenbindung auf einer emotionale Beziehung zur Marke oder zum Anbieter basiert, ist nun nicht gerade neu, aber die Forschung liefert eine gute theoretische Untermauerung dieses Grundsatzes. Wer sich allgemein für das Thema Neurologie und Marketing interessiert, findet bei Google unter dem Stichwort Neuromarketing viele Quellen.


Sehr interessanter Beitrag!
Kommentiert von: Tyler Durden | 15. Februar 09 um 18:18 Uhr